
Design im Dialog mit der Architekturgeschichte eines ehrwürdigen Augsburger Baudenkmals.
Der Augsburger Glaspalast ist kein beliebiger Standort. 1910 von Philipp Jakob Manz als Spinnerei errichtet, gilt er als frühes Beispiel des Stahlskelettbaus in Deutschland – große Glasflächen und ein klares Konstruktionsraster prägen das Industriedenkmal bis heute. Hier hat die Patentanwaltskanzlei Ernicke ihren Sitz. Der Auftrag war klar und anspruchsvoll zugleich: eine Bibliothekswand, die im respektvollen Dialog mit der Architektursprache des Gebäudes steht.
Die Wand dient als Archiv für die umfangreiche juristische Fachsammlung der Kanzlei. Offene Regale und geschlossene Elemente hinter Schiebetüren wechseln sich ab und schaffen einen ruhigen Rhythmus – Ordnung, die man sieht, und Stauraum, der sich zurücknimmt. Eine integrierte Leseablage lädt dazu ein, ein Fachbuch direkt vor Ort aufzuschlagen.
Das Ergebnis spiegelt funktionale Eleganz auf mehreren Ebenen: Die klare, strukturierte Gestaltung nimmt die Sprache des Stahlskelettbaus auf und übersetzt sie in ein zeitgemäßes Möbel. So ist die Bibliothekswand mehr als ein Regal – sie ist ein Statement, das die Geschichte des Glaspalastes aufnimmt und bereichert.





